Im Jura soll eine gemeinsame Fahrspur die Abfahrt von Montaigu für Lastwagen sicherer machen
Auf der RD52 erschwert das starke Gefälle der Abfahrt von Montaigu den Lastwagenverkehr und führt dazu, dass ein Teil des Verkehrs durch das Tal der Vallière umgeleitet wird. Im Auftrag des Départements Jura hat Cerema ein Risiko im Ausbauprojekt erkannt: Bei Beibehaltung der Kreuzung mit der Rue de l’Echenaud hätten Autos auf der für Lastwagen reservierten Fahrspur eingeschlossen werden können. Eine Variante wurde ausgewählt, doch die neue Fahrspur für Lastwagen ist noch nicht geöffnet.
Eine steile Abfahrt und ein Umweg für Lastwagen
Die RD52 verbindet die Hochebene über den Hang von Montaigu im Gemeindegebiet von Montaigu mit dem Gebiet südlich von Lons-le-Saunier. Laut Cerema erreicht das Gefälle auf fast einem Kilometer 13 %. Um das Risiko durch überhitzte Bremsen zu begrenzen, dürfen Lastwagen mit mehr als 19 Tonnen die Abfahrt derzeit nicht benutzen. Im Jahresdurchschnitt fahren deshalb täglich etwa 350 Lastwagen über die RD678 und durch das Tal der Vallière, wobei sie mehrere Dörfer durchqueren.
Das für die Straße zuständige Département Jura hat geprüft, ob Lastwagen die RD52 mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder befahren könnten. Der ursprüngliche Entwurf sah insbesondere einen obligatorischen Halt vor der Gefällestrecke, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h, Notfallbremsbetten und getrennte Fahrspuren für Lastwagen und leichte Fahrzeuge vor.
Die Kreuzung mit der Rue de l’Echenaud als Knackpunkt
Cerema hat das Projekt technisch geprüft: Geometrie, Sichtverhältnisse, Beschilderung, Fahrzeugrückhaltesysteme und Dimensionierung der Bremsbetten. Außerdem untersuchte Cerema die Voraussetzungen für die Beibehaltung der Kreuzung mit der Rue de l’Echenaud, die nahe dem Kreisverkehr am Ende der Abfahrt liegt.
Das Problem ist konkret: Von dieser Kreuzung aus wären Autos auf die für Lastwagen reservierte Fahrspur gelangt, während die Lastwagen am Ende der Gefällestrecke ankommen – in einem Bereich, in dem der Kreisverkehr den Verkehr verlangsamen könnte. Nach der Analyse von Cerema hätten die Autofahrer ohne Ausweichmöglichkeit dastehen können. Zusätzliche Ausrüstung reichte nicht aus, um dieses Risiko zu beseitigen.
Die Fachstelle schlug daher vor, die Verkehrsführung im unteren Abschnitt des Projekts zu überarbeiten: Nach dem ersten Bremsbett würden alle Fahrzeuge auf einer einzigen Fahrspur zusammengeführt. Mit dieser Anordnung ließen sich die Kreuzung beibehalten und das bestehende, von der Abfahrt aus sichtbare Bremsbett weiterverwenden. Im Gegenzug würde der Verkehr aller Fahrzeuge auf diesem letzten Abschnitt verlangsamt.
Bauarbeiten begonnen, Eröffnung jedoch für 2027 vorgesehen
Laut Cerema hat das Département die empfohlene Lösung genehmigt. Im Januar 2026 veröffentlichte Verfügungen des Départements regeln die Bauarbeiten für die gesonderte Fahrspur auf der RD52. Im September 2026 teilte das Département mit, dass die Straße nach einer Bauphase mit zwei Fahrspuren bergauf und einer bergab wieder geöffnet worden sei; damals kündigte es an, dass Lastwagen wieder bergauf fahren könnten. Die Eröffnung der neuen Fahrspur für Lastwagen bergab war hingegen für Herbst 2027 vorgesehen.
Für die Bewohner der Dörfer im Tal der Vallière besteht das Ziel darin, die Belastungen durch den Umweg des Schwerlastverkehrs zu verringern. Der Nutzen wird jedoch von der tatsächlichen Inbetriebnahme der Anlage und den Bedingungen abhängen, unter denen Lastwagen die Abfahrt benutzen dürfen. Die verfügbaren Informationen nennen keine Gesamtkosten des Projekts.
Das Wichtigste im Überblick
- Die RD52 führt den Hang von Montaigu hinunter, mit einem Gefälle von 13 % auf fast einem Kilometer.
- Laut Cerema nehmen derzeit täglich etwa 350 Lastwagen mit mehr als 19 Tonnen den Umweg über die RD678.
- Die Beibehaltung der Kreuzung mit der Rue de l’Echenaud führte zu einer Überarbeitung des Projekts, um zu verhindern, dass Autos auf der Lastwagenspur eingeschlossen werden.
- Das Département kündigte die Eröffnung der gesonderten Fahrspur für Herbst 2027 an; in den herangezogenen Quellen werden keine Baukosten genannt.
Hauptquelle: Cerema – Aktuelles (www.cerema.fr)
Originalartikel: Originalquelle aufrufen
Autor: Cerema
