Jay McInerney lässt Russell und Corrine in „Rendez-vous sur l’autre rive“ wieder aufleben
Jay McInerney und Olivier Cohen kennen sich seit Mitte der 1980er-Jahre, als der Verleger den ersten Roman des amerikanischen Schriftstellers auf Französisch veröffentlichte. Ihr gemeinsamer Weg wirft Licht auf McInerneys neues Werk, in dem er zwei Figuren zurückkehren lässt, die bereits in einem seiner früheren Bücher vorkamen.
Eine Begegnung dank Raymond Carver
Auf die Frage nach ihrer ersten Begegnung erklärt Olivier Cohen, dass sie Raymond Carver zu verdanken sei, den er „um 1985“ veröffentlicht habe. Aus dem verfügbaren Interviewauszug geht nicht hervor, wie Jay McInerney seine Erzählung über diese Begegnung fortsetzt.
Cohen veröffentlichte McInerneys erstes Buch Bright Lights, Big City vor rund vierzig Jahren auf Französisch im Verlag Mazarine. Die folgenden Romane des Schriftstellers erschienen bei Éditions de l’Olivier. Diese Beziehung zwischen Autor und Verleger begleitet auch McInerneys frühe Anerkennung in Frankreich, die in der Einleitung zum Interview hervorgehoben wird.
Wiedersehen mit bekannten Figuren in einem neuen Roman
In Rendez-vous sur l’autre rive greift Jay McInerney Russell, einen Verleger, und Corrine wieder auf, zwei Figuren, die er in Trente Ans et des poussières eingeführt hatte. Der neue Roman behandelt unter anderem die Krise um das sechzigste Lebensjahr, Covid und ein New York, das laut der Vorstellung des Buches nicht mehr ganz dasselbe ist.
Regelmäßige Aufenthalte in Frankreich
McInerney verbrachte einen Teil des Sommers in Frankreich, in einem Hotel am Cap d’Antibes, das ihn an Zärtlich ist die Nacht von F. Scott Fitzgerald erinnert. Seit zwanzig Jahren hält er sich dort auf – eine Gewohnheit, die zur Tradition geworden ist.
Das am 28. September 2026 veröffentlichte Interview von Didier Jacob blickt somit auf die Beziehungen zwischen dem Schriftsteller und seinem Verleger zurück und stellt zugleich die Figuren und Themen seines neuen Romans vor.
Quelle: Le Nouvel Obs – BibliObs (www.nouvelobs.com)
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Autor: Didier Jacob
