Tourismus: Die Übernachtungszahlen steigen an den nördlichen Küsten bis zu fünfmal schneller
Die Zahl der Übernachtungen in touristischen Unterkünften ist in Frankreich im Sommer 2026 gestiegen. An mehreren Küsten im Norden und Westen fiel der Anstieg jedoch deutlich stärker aus als an der Mittelmeerküste. Die am 29. September 2026 veröffentlichten Zahlen des Insee, die Ouest-France vorstellt, zeigen außerdem einen Rückgang im von Bränden betroffenen Süden der Atlantikküste. ()
Moderater landesweiter Anstieg, deutliche Unterschiede je nach Küste
Die touristischen Gemeinschaftsunterkünfte — Hotels, Campingplätze und andere Einrichtungen — verzeichneten zwischen den Saisons 2025 und 2026 insgesamt 260,5 Millionen Übernachtungen, was einem landesweiten Anstieg von 1 % entspricht.
An den Küsten der Nordsee, des Ärmelkanals und im Norden der Atlantikküste fiel dieser Anstieg stärker aus. Laut den von Ouest-France wiedergegebenen Daten lag das Wachstum dort vier- bis fünfmal so hoch wie im Landesdurchschnitt.
An der Mittelmeerküste war der Anstieg der Übernachtungszahlen hingegen nur halb so hoch wie im Durchschnitt. Dieser Gegensatz deutet auf eine Verlagerung der Besucherströme an die nördlichen Küsten hin, ohne dass diese Zahlen allein ausreichen, um die individuellen Entscheidungen der einzelnen Urlauber nachzuvollziehen.
Hitze und Brände als mögliche Faktoren
Das Insee spricht von einem Sommer, der von Hitzewellen geprägt war. Ouest-France berichtet, diese Temperaturen könnten einen Teil der Urlauber dazu veranlasst haben, kühlere Reiseziele in der nördlichen Landeshälfte zu suchen. Dabei handelt es sich um eine Interpretation der beobachteten Entwicklungen und nicht um eine direkte Erfassung der Beweggründe der Touristen.
Im Südwesten werden auch die Brände, insbesondere in der Gironde, als möglicher Grund für den Rückgang genannt. Der Süden der Atlantikküste ist das einzige erwähnte Gebiet, in dem die Übernachtungszahlen in Hotels und auf Campingplätzen zwischen den Saisons 2025 und 2026 gesunken sind: Sie gingen um 2,8 % zurück.
Die Daten zeigen somit gegensätzliche Entwicklungen: landesweit steigende Übernachtungszahlen in touristischen Gemeinschaftsunterkünften, stärkere Zuwächse an bestimmten Küsten im Norden und Westen sowie einen Rückgang im Süden der Atlantikküste. Sie erlauben jedoch keine Quantifizierung des jeweiligen Anteils von Hitzewellen und Bränden an diesen Veränderungen.
Quelle: Ouest France.fr – Nachrichten live, fortlaufend und in Bildern (www.ouest-france.fr)
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