La France insoumise ruft für den 28. September zur Mobilisierung für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch auf
Anlässlich des weltweiten Aktionstags für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch am 28. September 2026 hat La France insoumise eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der Hindernisse beim Zugang zum freiwilligen Schwangerschaftsabbruch (IVG) angeprangert werden. Die Parlamentsfraktion kritisiert die Haushaltsentscheidungen der Regierung und die Positionen der extremen Rechten. Sie nennt mehrere Zahlen und fordert, die Mittel für Schwangerschaftsabbrüche sowie für die Bildung zu Gefühlsleben und Sexualität aufzustocken.
Ein anerkanntes Recht, dessen Zugang jedoch weiterhin umstritten ist
In ihrer Mitteilung erklärt die LFI-Fraktion in der Nationalversammlung, dass das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in der Verfassung verankert sei, vertritt aber zugleich die Auffassung, dass es „weitgehend unzugänglich“ bleibe. Sie führt an, dass der Bedarf steige, und nennt 7 219 zusätzliche Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2025. Dem Text zufolge würden Emmanuel Macron und Sébastien Lecornu den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen jedes Jahr durch Haushaltskürzungen erschweren, die vom Rassemblement national unterstützt würden. LFI kritisiert außerdem die Ankündigung einer weiteren Ausgabenkürzung für 2027. (lafranceinsoumise.fr)
Die Mitteilung führt die Schließung von 180 Zentren für Schwangerschaftsabbrüche und 40 % der Entbindungsstationen auf die Politik der vergangenen zwanzig Jahre zurück. Sie erklärt außerdem, jede vierte Frau müsse für einen Schwangerschaftsabbruch in ein anderes Département fahren. Eine weitere von der Fraktion angeführte Schwierigkeit: Von den Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in einer Gesundheitseinrichtung vornehmen ließen, hätten drei von vier länger als sieben Tage auf einen Termin gewartet, während die Weltgesundheitsorganisation laut dem Text eine Frist von fünf Tagen empfiehlt. LFI legt diese Daten vor, um die Schwierigkeiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung zu veranschaulichen. (lafranceinsoumise.fr)
Planning familial und Sexualaufklärung im Mittelpunkt der Kritik
Die Fraktion von La France insoumise warnt auch vor Problemen bei der Finanzierung von Planning familial, das sein 70-jähriges Bestehen feiert. Sie gibt an, dass sieben der zwölf Zentren für sexuelle Gesundheit im Département Drôme geschlossen worden seien und der regionale Zuschuss für den Verein in Pays de la Loire gestrichen worden sei. Die Mitteilung nennt weder die Zeitpunkte dieser Entscheidungen noch deren Gründe im Einzelnen. (lafranceinsoumise.fr)
Hinsichtlich der Bildung zu Gefühlsleben und Sexualität (EVARS) hält LFI das für drei jährliche Unterrichtseinheiten für Schülerinnen und Schüler vorgesehene Budget für unzureichend. Die Bewegung betont, dass dieses Angebot im Vorjahr eingeführt worden sei, und bemängelt, dass ihrer Ansicht nach keine genauen Zahlen zu seiner Finanzierung mitgeteilt worden seien. (lafranceinsoumise.fr)
LFI kritisiert auch die extreme Rechte
Die Mitteilung wirft der extremen Rechten vor, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zu bedrohen. Sie nennt die Streichung eines kommunalen Zuschusses für Planning familial durch den RN-Bürgermeister von Carpentras, die Aufstellung von Kandidaten, die Schwangerschaftsabbrüche ablehnen, durch das Rassemblement national für die Senatswahlen sowie den Besuch von Marion Maréchal bei einer Ausstellung gegen Schwangerschaftsabbrüche im Europäischen Parlament. LFI führt diese Punkte zur Untermauerung ihrer politischen Kritik an. (lafranceinsoumise.fr)
Die Fraktion erklärt außerdem, dass zwei von drei Frauen bei einem Schwangerschaftsabbruch bereits unter Druck gesetzt worden seien. Sie wirft Emmanuel Macron auch vor, mit seiner Rede von der „demografischen Wiederaufrüstung“ ein in ihren Worten frauenrechtsfeindliches Klima zu fördern. (lafranceinsoumise.fr)
Angekündigte Vorhaben für 2027
Abschließend stellt La France insoumise mehrere Maßnahmen vor, die sie nach eigenen Angaben 2027 mit Jean-Luc Mélenchon umsetzen will: geschlossene Zentren für Schwangerschaftsabbrüche wiedereröffnen, Gesundheitsfachkräfte ausbilden, Vereinen dauerhafte Zuschüsse sichern und die EVARS-Unterrichtseinheiten für alle Schülerinnen und Schüler finanzieren. Die Mitteilung nennt weder die Kosten dieser Vorschläge noch die Einzelheiten ihrer Umsetzung. (lafranceinsoumise.fr)
Der am 28. September 2026 veröffentlichte Text steht im Zusammenhang mit dem weltweiten Aktionstag für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Er gibt die Position der Parlamentsfraktion von La France insoumise wieder und bündelt ihre Kritik und Vorschläge zum Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen. (lafranceinsoumise.fr)
Quelle: La France insoumise (lafranceinsoumise.fr)
Autor: La France insoumise
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