In Lyon haben ehrenamtliche Taucher in fünf Jahren 84 Tonnen Abfall aus der Saône und der Rhône geborgen
In Lyon im Département Rhône tauchen Ehrenamtliche des Vereins Diving for Future in der Saône, um Abfälle zu bergen und dem Recycling zuzuführen. In einer am Montag, dem 28. September 2026, veröffentlichten Reportage berichtet franceinfo, dass der Verein in fünf Jahren 84 Tonnen geborgen hat. Das genaue Datum des gefilmten Einsatzes wird nicht genannt.
Eine Sammelaktion unter der Bonaparte-Brücke
Laut der Reportage findet der Einsatz unter der Bonaparte-Brücke in Lyon in der Region Auvergne-Rhône-Alpes statt. Rund fünfzehn Personen beteiligen sich an dieser Aktion: Taucher spüren die versunkenen Gegenstände auf und befestigen sie, während Ehrenamtliche am Ufer sie an die Oberfläche ziehen.
Zu den aus dem Wasser geborgenen Gegenständen gehören Absperrgitter, ein Einkaufswagen und eine Küchenmaschine. Die Abfälle werden anschließend auf einen elektrisch betriebenen Lastkahn geladen, dessen als ehrenamtlich vorgestellter Kapitän beim Abtransport hilft. Nach Angaben von Julien Cottart, dem Vorsitzenden des Vereins, sollen an diesem Tag mehr als drei Tonnen gesammelt worden sein. Diese Bilanz bezieht sich auf den gefilmten Einsatz; die Reportage nennt dessen genaues Datum nicht.
Eine Bilanz, die ihren Quellen zugeordnet werden muss
Die insgesamt 84 Tonnen in fünf Jahren sind eine von franceinfo berichtete Zahl. Die Website von Diving for Future bestätigt, dass der Verein seinen Sitz in Lyon hat und sich für den Schutz aquatischer Lebensräume einsetzt. Sie nennt ihrerseits eine Bilanz von mehr als 67 Tonnen, die aus den Flüssen der Region geborgen wurden. Anhand der eingesehenen Seiten lassen sich diese beiden Zahlen weder miteinander in Einklang bringen noch die Gesamtmenge von 84 Tonnen unabhängig überprüfen. (divingforfuture.fr)
Das Prinzip der Aktion besteht darin, zugängliche Gegenstände zu bergen, sie anschließend zu sortieren und der Abfallbehandlung oder Verwertung zuzuführen. Das Aquarium de Lyon beschreibt ebenfalls ehrenamtliche Sammelaktionen, die mit Zustimmung der Behörden organisiert werden und bei denen für die Abfallbehandlung geeignete Unternehmen hinzugezogen werden. (aquariumlyon.fr)
Was sich dadurch vor Ort verändert
Die Einsätze machen Abfälle sichtbar, die vom Ufer aus nicht zu sehen sind, und verhindern, dass bestimmte Gegenstände unter Wasser bleiben. Für sich genommen erlauben sie jedoch keine Beurteilung des ökologischen Gesamtzustands der Saône oder der Auswirkungen dieser Sammelaktionen auf die Wasserqualität. Die Reportage nennt auch weder den endgültigen Verbleib der einzelnen Abfallkategorien noch Einzelheiten zur angegebenen Gesamtbilanz.
Diving for Future gibt an, seine Aktionen mit Tauchern und Ehrenamtlichen zu organisieren. Die Reportage enthält weder einen Zeitplan für die nächsten Einsätze noch genaue Angaben zu den Teilnahmemöglichkeiten.
Quelle: franceinfo- Auvergne-Rhône-Alpes
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