Im Pays de Saverne hilft der Service Civique jungen Menschen, ihren Weg zu finden
Nach einem abgebrochenen BTS-Bildungsgang und Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche hat die 20-jährige Lola Jacob dank der Unterstützung der Mission locale in Saverne verschiedene Berufe kennengelernt. Ein Praktikum am medizinisch-pädagogischen Institut (IME) in Ingwiller bestärkte sie in ihrem Vorhaben, Erzieherin zu werden. Ihr Werdegang zeigt, wie sinnvoll es ist, verschiedene berufliche Umfelder auszuprobieren, bevor man sich für einen Weg entscheidet — ein Ansatz, der für manche junge Menschen auch über einen Einsatz im Rahmen des Service Civique möglich ist.
Erfahrungen sammeln, um das Berufsziel zu konkretisieren
Anfang 2025 wandte sich Lola Jacob ohne konkretes Berufsziel an die Mission locale in Saverne. Nachdem sie einen BTS-Bildungsgang abgebrochen und mangels Erfahrung nur schwer Arbeit gefunden hatte, erhielt sie Unterstützung und absolvierte mehrere Praktika: in einer Grundschule, in einer Kinderkrippe und anschließend am IME in Ingwiller. In dieser letzten Einrichtung weckte die Erfahrung ihren Wunsch, Erzieherin zu werden, wie aus dem von Les Dernières Nouvelles d’Alsace veröffentlichten Erfahrungsbericht hervorgeht.
Der vorliegende Bericht beschreibt diese Erfahrungen als Praktika. Er gibt nicht an, dass Lola selbst einen Einsatz im Rahmen des Service Civique absolviert hat: Die beiden Angebote dürfen daher nicht verwechselt werden. Ein Praktikum ermöglicht betreute Einblicke in ein berufliches Umfeld; der Service Civique ist ein freiwilliges Engagement im Dienst des Gemeinwohls.
Der Service Civique: eine weitere Möglichkeit, sich zu orientieren
Der Service Civique richtet sich an junge Menschen von 16 bis 25 Jahren und an Menschen mit Behinderung bis 30 Jahre. Ein bestimmter Bildungsabschluss ist nicht erforderlich. Die Einsätze dauern sechs bis zwölf Monate und umfassen mindestens 24 Stunden pro Woche. Sie können dabei helfen, einen Bereich kennenzulernen, Kompetenzen zu entwickeln und über die eigene Zukunftsplanung nachzudenken. Sie stellen jedoch weder einen Abschluss noch eine Einstellungsgarantie dar. (service-civique.gouv.fr)
Zum 1. Januar 2026 beträgt die vom Staat gezahlte Grundentschädigung 504,98 Euro netto pro Monat. Eine zusätzliche Leistung von 114,85 Euro wird von der aufnehmenden Organisation gezahlt; unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Zuschlag gewährt werden. Der Service Civique ist ein besonderer Status und keine Vergütung im Sinne eines Arbeitsvertrags. Die genauen Bedingungen und die verfügbaren Angebote sind bei der Agence du Service Civique zu prüfen. (service-civique.gouv.fr)
Wichtig für junge Menschen auf der Suche nach Orientierung
Praktische Erfahrungen können helfen, ein Interesse zu bestätigen oder eine Möglichkeit auszuschließen. Um zwischen einem Praktikum, der Begleitung durch eine Mission locale und dem Service Civique zu wählen, sollte man zunächst sein Ziel klären: einen Beruf kennenlernen, Unterstützung auf dem Weg in Beschäftigung erhalten oder sich im Rahmen eines gemeinnützigen Einsatzes engagieren. Die Missions locales können junge Menschen bei ihren Schritten begleiten; die Zugangsvoraussetzungen und Möglichkeiten hängen von der jeweiligen Situation ab.
Quelle: Bildung: alle Informationen auf Les Dernières Nouvelles d'Alsace | Les Dernières Nouvelles d'Alsace
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