Starship erreicht die Umlaufbahn und setzt vor einer vorzeitigen Rückkehr 26 Starlink-Satelliten aus
Am 28. September 2026 hat Starship erstmals die Erdumlaufbahn erreicht und dort 26 Starlink-V3-Satelliten ausgesetzt. Nach der vorzeitigen Abschaltung eines Triebwerks während des Aufstiegs verkürzte SpaceX jedoch den Flug: Das Raumschiff wasserte etwas mehr als drei Stunden nach dem Start im Nordpazifik statt nach den geplanten zehn Stunden.
Erstmals in der Umlaufbahn trotz eines Triebwerksausfalls
Die 124 Meter hohe Rakete startete um 7:48 Uhr Ortszeit, also um 14:48 Uhr Pariser Zeit, von Starbase in Texas. Ihre erste Stufe beendete ihren Flug im Golf von Mexiko. Das Raumschiff Ship 41 setzte seinen Aufstieg hingegen trotz des Ausfalls eines Raptor-Vacuum-Triebwerks fort.
Starship erreichte anschließend eine Umlaufbahn in etwa 275 Kilometern Höhe. Dieses Ergebnis markiert einen wichtigen Meilenstein gegenüber den vorherigen Flügen, die suborbitalen Flugbahnen folgten. SpaceX strebte eine rund zehnstündige Mission mit sechs Erdumrundungen an, entschied sich jedoch dafür, das Raumschiff früher zurückzubringen. (spacex.com)
Die Entscheidung wurde nach dem Triebwerksproblem vorsorglich getroffen. Die Rückkehr erfolgte nördlich von Hawaii im Pazifik gegen 17:58 Uhr Pariser Zeit. Starship geriet nach dem Aufsetzen auf dem Wasser in Brand. SpaceX erklärte, dass dieser Ausgang erwartet worden sei: Das Raumschiff sei nicht dafür ausgelegt, in kaltem Wasser zu schwimmen. Dennoch bezeichnete das Unternehmen den Flug als Erfolg, da die beiden Hauptziele der Mission erreicht worden seien.
26 Starlink-V3-Satelliten ausgesetzt
Dieser Flug diente auch dem Transport einer einsatzfähigen Nutzlast. Die 26 Starlink-V3-Satelliten wurden aus dem Frachtraum von Starship ausgesetzt. Laut SpaceX soll jeder von ihnen die Kapazität der Konstellation um 1 Terabit pro Sekunde erweitern. Das Unternehmen bezeichnet diese Kapazität als zehnmal so hoch wie diejenige, die eine mit V2-mini-Satelliten beladene Falcon 9 bereitstellt.
Drei Satelliten waren mit Kameras ausgestattet, die auf das Raumschiff gerichtet waren, um dessen Hitzeschutzkacheln zu fotografieren. Diese Bilder sollen zur Untersuchung des Hitzeschilds beitragen, den die Ingenieure nach der Inspektion eines im Juli geborgenen Starship verändert haben. Zu den genannten Änderungen gehören verstärkte Befestigungen und gewölbte Kacheln. Zwei geborgene Kacheln flogen ebenfalls erneut an Bord von Ship 41.
Eine vorzeitige Rückkehr statt eines vollständigen Tests
Die Vorsicht erklärt sich auch durch die Risiken eines Orbitalflugs. Bei den vorherigen Tests führten die vorgesehenen Flugbahnen die Raumschiffe zu festgelegten Wasserungsgebieten. In der Umlaufbahn könnte ein Kontrollverlust einen Wiedereintritt über einem bewohnten Gebiet zur Folge haben. Die Verkürzung der Mission begrenzte daher die nach dem Triebwerksvorfall in der Umlaufbahn verbrachte Zeit, ohne die ursprünglich geplante Gesamtdauer zu erreichen.
Der von Elon Musk angekündigte nächste Schritt ist der Versuch, das Raumschiff bei Flug 15 mit den Armen des Startturms aufzufangen. Das Ergebnis des Flugs von Ship 41, insbesondere die Beobachtungen des Hitzeschilds, gehört zu den Punkten, die vor der Fortsetzung des Programms geprüft werden müssen.
Quelle: Les Numériques – Alle Neuigkeiten, Tests und Dossiers sowie die besten Angebote aus der Kategorie Wissenschaft & Weltraum (www.lesnumeriques.com)
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Autor: Aymeric Geoffre-Rouland
