„In Frankreich hat sich die Baumsterblichkeit innerhalb von 10 bis 15 Jahren verdoppelt, so das IGN“
Wälder bedecken fast ein Drittel der Fläche Frankreichs, doch ihr Zustand verschlechtert sich insbesondere unter dem Einfluss der Witterungsbedingungen. In einem am 27. September 2026 veröffentlichten Gespräch erklärt Manuel Fulchiron, Leiter des Bereichs Wald am Institut national de l’information géographique et forestière (IGN), dass sich die Zahl der absterbenden Bäume innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren verdoppelt hat. Die Einrichtung hat gerade einen Atlas zu diesen Ökosystemen veröffentlicht.
Steigende Baumsterblichkeit
Braun verfärbte Blätter, kahle Bäume, Äste, die mehr Licht durchlassen: Diese Anzeichen einer Schwächung wurden bei einem Treffen im Bois de Vincennes in Paris angesprochen. Auf Fragen von Ava und Rosa-Louise, zwei 9-jährigen Kindern, bestätigte Manuel Fulchiron, dass sich der Zustand der Bäume verschlechtert habe.
Laut dem Verantwortlichen des IGN hat sich die Baumsterblichkeit in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren verdoppelt. Seiner Einschätzung nach spielen die Witterungsbedingungen bei dieser Entwicklung eine wesentliche Rolle. Er warnte außerdem davor, dass der im Gespräch erwähnte Sommer den Zustand der Bäume im folgenden Jahr beeinträchtigen könnte.
Die Zunahme der Waldfläche bedeutet jedoch nicht, dass es den Bäumen besser geht. Manuel Fulchiron betont, dass sich der Wald ausbreitet, während sich der Zustand der Bäume nicht verbessert.
Klima, Insekten und Krankheiten als Ursachen
Im Laufe des Gesprächs bezeichnete der Verantwortliche des IGN die Erderwärmung als eine der wesentlichen Ursachen der Baumsterblichkeit. Insekten und Krankheiten können seiner Aussage nach die Schäden verschlimmern. Im dargestellten Zusammenhang wird auch daran erinnert, dass Dürren und Brände die Wälder belasten.
Das Gespräch bot auch Gelegenheit, die Vielfalt der Waldlebensräume anzusprechen. Manuel Fulchiron erklärte, dass es im französischen Mutterland 190 Baumarten gebe und in den Überseegebieten noch mehr. Insekten bilden, wie er in Erinnerung rief, die zahlenmäßig größte Tiergruppe der Erde; auch Säugetiere leben in den Wäldern.
Ein Atlas zur Beobachtung der Wälder
Das IGN, das sich als Wächter des Waldes versteht, hat einen auf Daten und Karten basierenden Atlas veröffentlicht. Das Dokument liefert eine Bestandsaufnahme dieser Ökosysteme, wobei Dürren, Brände, Insekten und Krankheiten zu den genannten Belastungen zählen.
Am Ende des Gesprächs schlug Rosa-Louise vor, die Bäume zu gießen. Auch Möglichkeiten zum Schutz der Wälder sollten in der Diskussion angesprochen werden, doch aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, welche vorgestellt wurden.
Quelle: Klima: Alle aktuellen Nachrichten als Podcasts zum Anhören (www.radiofrance.fr)
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