In „Heart of the Beast“ zeigt David Ayer Brad Pitt und seinen Hund im Überlebenskampf in Alaska
Mit Heart of the Beast wendet sich David Ayer von seinen Polizei- und Militärfilmen ab, um einem Mann und seinem Hund in die Wildnis Alaskas zu folgen. Die am 22. September 2026 von Cinemateaser veröffentlichte Kritik sieht in dieser Überlebensgeschichte einen Film, der weniger von Dialogen als von Handlungen und der Verbindung zwischen seinen beiden Figuren getragen wird.
Eine auf das Wesentliche reduzierte Überlebensgeschichte
James Belmont, ein von Brad Pitt gespieltes ehemaliges Mitglied der Spezialkräfte, durchquert Alaska mit seinem Deutschen Schäferhund Odin. Beide tragen die Folgen der Kämpfe mit sich. Ein akutes Herzproblem Belmonts führt zum Absturz ihres Wasserflugzeugs im Wald. Verletzt und auf sich allein gestellt, müssen der Mann und der Hund ihren Weg zurückfinden und den Herausforderungen des Überlebens standhalten.
In seiner Analyse vergleicht Cinemateaser den Film mit All Is Lost von J.C. Chandor: Wie dort erschließt sich in einer reduzierten Erzählweise vor allem durch Handlungen, was auf dem Spiel steht. Der Kritiker stellt den Film auch in die Tradition von Jack London, insbesondere durch die Aufmerksamkeit für die Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie für Odins wilden Instinkt.
Die Verbindung zwischen Belmont und Odin im Mittelpunkt des Films
David Ayers Inszenierung setzt auf Stille, Momente des Beobachtens und kontemplative Einstellungen. Auch Cameron Alexanders Drehbuch widmet sich den konkreten Details des Überlebens: Belmont baut ein Zelt auf, bringt Nahrung außer Reichweite oder versucht, seinen verletzten Arm zu versorgen. Laut der Kritik verleihen diese Handlungen den Figuren und ihrer Beziehung nach und nach Gestalt, ohne sich auf lange Dialoge zu stützen.
Der Hund nimmt in diesem Duo eine zentrale Rolle ein. Belmont spricht mit ihm, doch der Film vermeidet es, ihm menschliche Verhaltensweisen zuzuschreiben, betont Cinemateaser. Belmont nutzt zudem sein Gewehr mit Zielfernrohr, um die Natur zu beobachten, statt sie zu beherrschen oder zu töten. Der Kritiker erkennt in diesen Entscheidungen eine mögliche Auseinandersetzung mit Männlichkeit, die sich unterschwellig in der Erzählung abzeichnet.
Stärkere Emotionen in den intimen Momenten
Die Kritik lobt einen oft spektakulären Film, sieht seine Stärke aber vor allem in den unscheinbarsten Momenten und in der Verbundenheit, die zwischen Belmont und Odin entsteht. Sie äußert allerdings einen Vorbehalt gegenüber der Musik, deren sentimentale Passagen sie mitunter als zu nachdrücklich empfindet.
Der letzte Akt wird als besonders schön und bewegend beschrieben. Für Cinemateaser bezieht Heart of the Beast seine Besonderheit somit aus seiner Zurückhaltung: ein Überlebensabenteuer, in dem Handlungen, Stille und die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund den Kern der Erzählung tragen.
Quelle: Chroniques Archive – Cinemateaser (cinemateaser.com)
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Autor: Aurelien Allin
