CFDT-Beschäftigte im öffentlichen Dienst begrüßen den Gesetzentwurf zur Entgelttransparenz, befürchten aber Verzögerungen
Der Gesetzentwurf zur Entgelttransparenz wird als Schritt vorgestellt, um Entgeltunterschiede besser zu erkennen, und soll sowohl die Privatwirtschaft als auch den öffentlichen Dienst betreffen. Bei der Auftaktveranstaltung der CFDT nach der Sommerpause begrüßten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes den Grundgedanken, befürchteten jedoch, dass sich die Umsetzung in ihrem Bereich verzögern könnte.
Entgelte für gleichwertige Arbeit vergleichen
Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou kündigte an, dass der Entwurf am 9. September 2026 im Ministerrat vorgestellt werde. Er setzt eine europäische Richtlinie um und sieht vor, dass Beschäftigte, einschließlich Beamtinnen und Beamter, das durchschnittliche Entgelt von Kolleginnen und Kollegen erfahren können, die gleichwertige Arbeit leisten.
Der Entwurf sieht außerdem finanzielle Sanktionen bei erheblichen, nicht gerechtfertigten Entgeltunterschieden zwischen Frauen und Männern vor. Die bei der Auftaktveranstaltung der CFDT befragten Beschäftigten sind der Ansicht, dass auch der öffentliche Dienst nicht vor Entgeltungleichheiten gefeit ist.
Ungleichheiten auch im öffentlichen Dienst
Ève, die innerhalb der CFDT den Krankenhausbereich vertritt, hört nach eigenen Angaben regelmäßig, dass Entgeltgleichheit im öffentlichen Dienst bereits erreicht sei. Sie widerspricht dieser Vorstellung und hält es für notwendig, dieses Stereotyp zu bekämpfen.
Laetitia, Lehrerin für moderne Literatur, berichtet, sie habe festgestellt, dass sie weniger verdiene als männliche Kollegen. Sie verweist insbesondere auf Überstunden und bestimmte Aufgaben, die ihrer Ansicht nach Männer begünstigen können. Sie bringt diese Situation damit in Verbindung, dass Frauen nach wie vor stärker durch häusliche Aufgaben beansprucht werden.
Die Sorge vor einer verspäteten Umsetzung
Während die befragten Beschäftigten den Grundsatz der Transparenz begrüßen, sorgt sich Hubert um den Zeitplan. Er befürchtet, dass die Reform in der Privatwirtschaft schneller umgesetzt wird als im öffentlichen Dienst. „Das hätte man schon vor mindestens zwanzig Jahren einführen müssen“, meint er und befürchtet, dass es noch einige Zeit dauern könnte, bis sie im öffentlichen Dienst tatsächlich wirksam wird.
Die Generalsekretärin der CFDT, Marylise Léon, erklärte, sie werde darauf achten, dass der Entwurf gesetzlich verankert werde. Nach den von franceinfo berichteten Angaben zeichnet sich angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl jedoch ein voller parlamentarischer Terminkalender ab. Der Entwurf sollte am 9. September im Ministerrat vorgestellt werden; die hier verfügbaren Informationen enthalten keine Angaben zu den weiteren Schritten nach dieser Vorstellung.
Quelle: franceinfo- Entgeltunterschiede (www.franceinfo.fr)
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